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Die Künstler des Romberg Festivals 2026

Konstantia Gourzi – Composer in Residence

Die in Athen geborene Komponistin, Dirigentin und Hochschulprofessorin Konstantia Gourzi zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik. Ihre Werke zeichnen sich durch eine spirituelle, von innerer Leuchtkraft und dramatischer Verdichtung geprägte Klangsprache aus. Komposition und Dirigieren versteht sie als untrennbare künstlerische Einheit.

Ihr Œuvre umfasst Orchester- und Kammermusik, Solowerke, Musiktheater sowie interdisziplinäre Projekte. Sie studierte in Athen und an der Hochschule der Künste Berlin und wurde u. a. von György Kurtág, Isang Yun, Hans Werner Henze und Claudio Abbado geprägt. Seit 2002 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik und Theater München.

Ihre Werke entstehen für internationale Orchester und Festivals; zahlreiche Einspielungen erschienen bei ECM, Sony Classical und NEOS. 2023 wurde sie mit dem Opus Klassik als „Komponistin des Jahres“ ausgezeichnet.

Jan Vogler

Jan Vogler gehört zu den international führenden Cellisten unserer Zeit. Als Solist arbeitete er mit Orchestern wie dem New York Philharmonic, dem London Philharmonic Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin zusammen. Die New York Times lobt sein „lyrisches Gespür“, Gramophone seine „schwindelerregende Virtuosität“.

Er setzt sich intensiv für zeitgenössische Musik ein und brachte zahlreiche Werke zur Uraufführung, darunter Kompositionen von Jörg Widmann, Nico Muhly, Sven Helbig und Tigran Mansurian. Darüber hinaus sucht er immer wieder den Dialog mit Literatur und anderen Künsten, etwa im Projekt „New Worlds“ mit Bill Murray oder in Programmen mit Amanda Gorman.

Seit 2008 ist er Intendant der Dresdner Musikfestspiele, seit 2001 Künstlerischer Leiter des Moritzburg Festivals. Er spielt das Stradivari-Cello „Castelbarco/Fau“ von 1707.

Koh Gabriel Kameda

Koh Gabriel Kameda, 1. Preisträger des Internationalen Henryk-Szeryng-Wettbewerbs, konzertiert weltweit mit renommierten Orchestern wie der Staatskapelle Dresden, dem Israel Philharmonic Orchestra und dem Tokyo Symphony Orchestra. Besondere Aufmerksamkeit erlangte seine Zusammenarbeit mit Witold Lutosławski.

Er studierte in Karlsruhe und New York bei Josef Rissin und Pinchas Zukerman. Von 2004 bis 2009 war er Professor an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2010 ist er Professor an der Hochschule für Musik Detmold sowie Professor für Violine an der Hochschule für Musik Münster. Zahlreiche seiner Studierenden wurden international ausgezeichnet.

Er spielt die Stradivari „Holroyd“ (1727) mit einem Bogen von Eugène Sartory.

Julia Smirnova

Die mit dem ICMA ausgezeichnete Geigerin Julia Smirnova verbindet orchestrale Exzellenz mit einer profilierten solistischen und kammermusikalischen Tätigkeit. Sie studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Antje Weithaas und Stephan Picard. Von 2023 bis 2025 war sie Artist in Residence an der Queen Elisabeth Music Chapel bei Augustin Dumay.

Seit 2025 ist sie Mitglied der Münchner Philharmoniker. Als Kammermusikerin veröffentlichte sie gemeinsam mit Konstantin Manaev das für Opus Klassik und ICMA nominierte Album „The Songs of our Neighbours“ mit Ersteinspielungen zeitgenössischer Werke.

Sie konzertierte u. a. mit dem Orchestre Royal de Chambre de Wallonie und trat in der Berliner Philharmonie auf. Julia Smirnova spielt eine Violine von Joseph filius Andrea Guarneri (1710).

Konstantin Manaev

Konstantin Manaev zählt zu den vielseitigsten Cellisten seiner Generation. Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur Gegenwart, wobei er einen besonderen Schwerpunkt auf zeitgenössische Musik legt. Seine Einspielung der Cellokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach wurde für den International Classical Music Award nominiert.

Er studierte in Münster, Dresden und Basel bei Wolfgang Emanuel Schmidt und Ivan Monighetti. Als Solist konzertiert er regelmäßig in führenden europäischen Konzerthäusern wie der Berliner Philharmonie, der Tonhalle Zürich und der Alten Oper Frankfurt.

Neben seiner internationalen Konzerttätigkeit unterrichtet er an der Anton Rubinstein Akademie in Berlin. Er spielt ein Cello von Johannes Theodorus Cuypers (1762) mit einem Bogen von Eugène Sartory.

Christian Kim Sitzmann

Der deutsch-koreanische Geiger und Bratschist Christian Kim Sitzmann ist international als Solist und Kammermusiker tätig. Konzertreisen führten ihn in über 30 Länder, u. a. in die Alte Oper Frankfurt, die Laeiszhalle Hamburg und das Seoul Arts Center. Seit 2016 ist er Mitglied der Symphoniacs.

Er studierte in Karlsruhe, Yale, Seoul und Detmold bei Valery Klimov, Josef Rissin und Koh Gabriel Kameda. Von 2017 bis 2023 war er Professor an der Kangnam University in Seoul; seit 2024 lehrt er an der Universität der Künste Münster. Als ehemaliger Leiter der Plattform tonebase entwickelte er ein weltweit genutztes Curriculum für Musiker:innen.

Philipp Scheucher

Der österreichische Pianist Philipp Scheucher konzertiert in führenden Konzertsälen wie der Elbphilharmonie, dem Wiener Musikverein und dem Konzerthaus Berlin. Internationale Engagements führten ihn nach Asien, Nord- und Südamerika sowie Afrika.

Er studierte bei Markus Schirmer in Graz (mit Auszeichnung), absolvierte sein Konzertexamen bei Ilja Scheps in Köln und ein Artist Diploma am Royal College of Music in London. Seit 2022 ist er Mitglied der SYMPHONIACS. 2026 übernimmt er eine Professurvertretung für Klavier an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz.

Victoria Saldarini

Die Cellistin Victoria Saldarini studierte in Mailand und Münster bei Matias de Oliveira Pinto. Künstlerische Impulse erhielt sie u. a. bei Giovanni Sollima und Ivan Monighetti.

Sie konzertierte in Europa, Brasilien und der Mongolei und ist als Orchestermusikerin in Italien tätig. Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet sie in Italien und Deutschland und engagiert sich in der künstlerischen Leitung des Como Contemporary Festivals.

Sie spielt ein Cello von Filippo Fasser (Brescia, 2014).

Miguel Erlich

Der portugiesische Bratschist Miguel Erlich studiert bei Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Er trat als Solist, Kammermusiker und Orchestermusiker in renommierten Sälen wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall, der Elbphilharmonie und dem Lincoln Center auf.

Er war Solobratschist des European Union Youth Orchestra und ist Mitbegründer des mehrfach ausgezeichneten Stravinstrio.

Alexander Kalweit – Dirigent

Alexander Kalweit studierte Orchesterdirigieren an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf und schloss mit Auszeichnung ab. Meisterkurse führten ihn u. a. zu Bernard Haitink und Gianluigi Gelmetti.

Nach Verwendungen im Militärmusikdienst der Bundeswehr ist er seit Februar 2022 Leiter des Luftwaffenmusikkorps Münster.

Luftwaffenmusikkorps Münster

Seit über 60 Jahren ist das Luftwaffenmusikkorps Münster musikalischer Botschafter der Bundeswehr. Das rund 50-köpfige Orchester verbindet sinfonische Blasmusik, klassisches Repertoire, Pop, Swing und traditionelle Militärmusik.

Internationale Konzertreisen führten das Ensemble u. a. in die USA, nach Spanien, England und in den Oman. Flexible Besetzungen ermöglichen Auftritte vom feierlichen Zeremoniell bis zum abendfüllenden Konzert.

Die Künstler des Romberg Festivals 2025

Composer in Residence: Johanna Doderer

Die Komponistin Johanna Doderer, geboren 1969 in Bregenz, zählt zu den bedeutendsten österreichischen Komponistinnen der Gegenwart. Sie studierte Komposition und Musiktheorie in Graz bei Beat Furrer sowie in Wien bei Erich Urbanner und spezialisierte sich zusätzlich auf Film- und Medienkomposition bei Klaus Peter Sattler.

Ihre Musik zeichnet sich durch eine unverwechselbare Klangsprache aus, die sich jenseits gängiger zeitgenössischer Strömungen bewegt und ihr Publikum unmittelbar berührt. Sie arbeitet seit vielen Jahren eng mit herausragenden Musikerinnen und Musikern zusammen, darunter der Cellist Konstantin Manaev, mit dem sie eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit verbindet.

Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Bereich der Oper. Mit „Fatima, oder von den mutigen Kindern“ (2015) war sie die erste Frau, deren Auftragsoper im großen Saal der Wiener Staatsoper uraufgeführt wurde. Ihre Opern wurden u. a. am Landestheater Innsbruck, Staatstheater am Gärtnerplatz München, Theater an der Wien, Staatsoper Stuttgart und Komischen Oper Berlin aufgeführt. 2025 folgt die Uraufführung ihrer dritten Oper für das Staatstheater am Gärtnerplatz, nach einem Libretto von Peter Turrini.

Neben der Bühnenmusik widmet sich Johanna Doderer intensiv der Kammermusik, Orchestermusik und geistlichen Musik. Im Jahr 2024 wurde ihre Messe für Chor und Orchester von der Wiener Hofmusikkapelle uraufgeführt – als erste Messe einer Frau in den 500 Jahre alten Räumlichkeiten.

Für ihr künstlerisches Schaffen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Ernst-Krenek-Preis, die höchste Kompositionsauszeichnung der Stadt Wien. Ihren Lebensmittelpunkt hat sie in der Abgeschiedenheit des Schmidatals, wo sie seit 2018 das Festival „hören:Sitzendorf“ (seit 2024 unter dem Namen „Das klingende Schloss“) leitet.

2025 ist Johanna Doderer als „Composer in Residence“ beim Romberg Festival zu Gast, worüber sie sich besonders freut. Ihre Werke erscheinen im Musikverlag Doblinger Wien, der Universal Edition Wien und im Eigenverlag.

Johannes Fleischmann

Johannes Fleischmann gilt als einer der aufstrebenden Künstler der „Hauptstadt der klassischen Musik“. Als „Der Wiener Geiger“ überzeugt er national wie international mit einem beeindruckenden Repertoire. Diese Vielfältigkeit und seine Leidenschaft fürKammermusik zeigen sich in kontinuierlichen Kollaborationen mit international namhaften Künstler*innen und Ensembles.

Auf sein Solodebut im Wiener Konzerthaus folgten zahlreiche internationale Tourneen sowie die Ernennung zum Kulturbotschafter durch dasösterreichische Außenministerium. Seine Konzertreisen führten ihn in renommierte Konzerthäuser weltweit. Sein 2021 erschienenes Album „EXODUS“ mit Werken der österreich-jüdischen Komponisten Erich Wolfgang Korngold und Eric Zeisl erfuhr weltweite Anerkennungundwurdefür den „Preis der deutschen Schallplattenkritik 2021“ und zuletzt für einen „International Classical Music Award 2022 (ICMA)“ nominiert. Nach dem eindrucksvollen Erfolg seines Debütalbums veröffentlichte Johannes Fleischmann 2023 seinzweites Album ‚Solitaire‘, gemeinsam mit dem Pianisten Christoph Ulrich Meier. Die internationale Presse feierte dieses Werk herzlich und würdigte Fleischmanns künstlerische Entwicklung.

Johannes Fleischmann ist Gründer und künstlerischer Leiter der „Althofener Meisterklassen“ in Kärnten. Er spielt auf einer Geige von Stephan von Baehr, Paris anno 2016.

Prof. Elisabeth Fürniss

Die Cellistin Elisabeth Fürniss, geboren 1966 in Düsseldorf, stammt aus einer traditionsreichen Musikerfamilie. Ihre Mutter war Opernsängerin, ihr Vater Dirigent und Pianist – Schüler von Arnold Schönberg – und so wuchs sie in einer Umgebung auf, in der Kammermusik zum Alltag gehörte. Bereits als Kind spielte sie mit ihrer Schwester unter Anleitung ihres Vaters und entwickelte früh ihre musikalische Sensibilität. Die Sommer verbrachte sie an der Music Academy of the West in Santa Barbara, wo sie mit renommierten Musikern wie Gregor Piatigorski, Jerome Lowenthal und Zvi Zeitlin in Kontakt kam.

Ihr Studium begann sie 1983 mit einem Resident Honors Stipendium an der University of Southern California in Los Angeles, wo sie bei dem ungarischen Virtuosen und Casals-Schüler Gabor Rejto Violoncello studierte. Während ihrer Ausbildung, die sie mit „Summa cum Laude“ abschloss, gewann sie Preise für Kammermusik und spielte unter Dirigenten wie Leonard Stein und Donald Crockett im Contemporary Music Ensemble des Schönberg Instituts. Mit diesem Ensemble trat sie drei Jahre lang auf, unter anderem in der Berliner Philharmonie, und sammelte so früh Erfahrung mit zeitgenössischer Musik.

1987 zog sie nach London, um ihr Studium bei William Pleeth, OBE zu vertiefen und erste Erfahrungen als Orchestermusikerin im Royal Philharmonic Orchestra zu sammeln. Ihr Solodebüt gab sie 1990 in der Wigmore Hallmit dem Pianisten Phillip Moll. Sie war Mitglied des Trio Kolischer mit der Pianistin Carmen Alvarez und dem Geiger Masayuki Kino. In London lernte sie auch ihren Ehemann kennen, und nach der Geburt ihrer ersten beiden Töchter zog sie 1990 nach Münster, wo sie eine Stelle als Vorspielerin der Violoncelli im Sinfonieorchester Münster antrat – eine Position, die sie bis 2014 innehatte.

Unter der Leitung von GMD Will Humburg entwickelte sich eine fruchtbare künstlerische Zusammenarbeit, in der sie zahlreiche innovative Projekte realisierte. Dazu gehörten die Gründung des Ensembl e Compani a , ei n Kompos i t ionswettbewerb, Komponistenworkshops sowie die Integration des Cellos in Operninszenierungen. 1993 begann sie zudem ihre Laufbahn als Dozentin für Hauptfach Cello an der Musikhochschule Münster, wo sie bis heute junge Musikerinnen und Musiker ausbildet, die in Deutschland und darüber hinaus als Orchestermusiker, Kammermusiker und Pädagogen tätig sind.

Lea Maria Löffler

Lea Maria Löffler wurde jüngst beim renommierten Internationalen Musikwettbewerb der ARD mit dem 2. Preis ausgezeichnet. 2021/2022 erspielte sie sich beim prestigeträchtigen 21. Internationalen Harfenwettbewerb in Israel einen 2. Preis. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2018 gewann sie ein Stipendium, verbunden mit der Aufnahme in die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb, sowie den Sonderpreis des Verbandes der Harfenisten in Deutschland e. V.

2021 nahm sie den Förderpreis der Hessen Agentur im Rahmen des Rheingau Musik Festivals entgegen, 2022 wurde ihr der Kunstförderpreis der Stadt Augsburg verliehen und 2024 wurde sie mit dem GWK-Förderpreis ausgezeichnet.

Sie ist Stipendiatin bedeutender Stiftungen wie der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Hans und Eugenia Jütting Stiftung und der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung, durch die sie im Herbst 2016 eine Tournee in der Reihe Best of NRW startete.
2018 und 2020 erhielt sie ein Stipendium für einen Aufenthalt zur kreativen Weiterbildung in der Cité internationale des arts in Paris. 2023 wurde ihr interdisziplinäres Projekt „Strings in Motion“ durch die Deutsche Orchester-Stiftung gefördert. Als Kammermusikerin konnte Lea Maria Löffler in verschiedensten Besetzungen bereits große Erfahrungen sammeln. Dabei gastierte sie sowohl als Solistin
als auch in kammermusikalischer Besetzung bei Festivals wie dem Heidelberger Frühling, dem Beethovenfest Bonn 2021 sowie im Rahmen eines Kulturaustauschs in der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Riad/Saudi-Arabien.

Bereits 2010 gab Lea Maria Löffler ihr erstes Solokonzert mit Orchester und spielte u. a. mit den Würzburger Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Jerusalem Symphony Orchestra. Orchestererfahrung sammelte sie u. a. als Akademistin im WDR Sinfonieorchester und derzeit als Harfenistin des Gewandhausorchesters. Zudem hat sie mit mehreren Rundfunksendern wie dem SWR, dem WDR und dem BR zusammengearbeitet. Mehrere CDs zeugen von ihrer künstlerischen Arbeit.

Ihre Liebe zur Harfe entdeckte sie im Alter von fünf Jahren. Zu ihren Lehrern gehören u. a. Silke Aichhorn, Andreas Mildner und Mirjam Schröder. Von 2008 bis 2013 studierte sie in der Frühförderklasse der Hochschule für Musik Würzburg und von 2013 bis 2016 im Jungstudierenden-Institut der Hochschule für Musik Detmold, wo sie seit 2016 ihr Studium bei Godelieve Schrama fortsetzt. Von 2018 bis 2019 war sie Studentin in der Klasse von Isabelle Moretti am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris.

Lea Maria Löffler wurde jüngst beim renommierten Internationalen Musikwettbewerb der ARD mit dem 2. Preis ausgezeichnet. 2021/2022 erspielte sie sich beim prestigeträchtigen 21. Internationalen Harfenwettbewerb in Israel einen 2. Preis. Beim Deutschen Musikwettbewerb 2018 gewann sie ein Stipendium, verbunden mit der Aufnahme in die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb sowie den Sonderpreis des Verbandes der Harfenisten in Deutschland e. V. Seit 2025 ist sie fest als Solo-Harfenistin im Gewandhausorchester Leipzig engagiert. 2021 nahm sie den Förderpreis der Hessen Agentur im Rahmen des Rheingau Musik Festivals entgegen, 2022 wurde ihr der Kunstförderpreis der Stadt Augsburg verliehen und 2024 wurde sie mit dem GWK-Förderpreis ausgezeichnet.

Prof. Reinhard Latzko

Reinhard Latzko ist einer der vielseitigsten Cellisten seiner Generation. Neben seiner umfangreichen Konzerttätigkeit hat er sich vor allem als erfolgreicher Lehrer und Musikvermittler einen Namen gemacht. Geboren in Freising bei München, studierte er bei Jan Polasek, Martin Ostertag und Heinrich Schiff. Reinhard Latzko war von 1987 – 2003 Solocellist im Sinfonieorchester des Südwestfunks unter Michael Gielen.

Bereits seit 1990, als er Dozent beim Gustav-Mahler-Jugendorchester war, zählt die Unterrichtstätigkeit zu einem der besonderen Schwerpunkte in seinem Künstlerleben. Von 1988 bis 2005 leitete er – als Nachfolger von Boris Pergamenschikow – eine Ausbildungs- und Konzertklasse an der Musikakademie der Stadt Basel.

Seit 2003 ist Reinhard Latzko Universitätsprofessor für Violoncello an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Viele seiner Studenten sind Preisträger internationaler Wettbewerbe und besetzen führende Positionen in den bedeutendsten Orchestern. Reinhard Latzko, selbst Preisträger nationaler wie internationaler Wettbewerbe, tritt sowohl als Kammermusiker als auch als Solist in Erscheinung. Kammermusikpartner sind u.a. Markus Schirmer, Christian Tetzlaff, Ernst Kovacic, Christian Altenburger, Christopher Hinterhuber. Er musizierte im Wiener Konzerthaus, im Wiener Musikverein, in der Shanghai Concert Hall, der Berliner Philharmonie etc. und erhielt Einladungen zur Amsterdam Cello Biennale, dem Shanghai Cello Festival und zu Supercello Beijing. Solistisch trat Latzko u.a. mit dem Basler Sinfonieorchester, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Sinfonieorchester des Südwestfunks, der Deutschen Kammerphilharmonie, dem Wiener Kammerorchester und der Camerata Salzburg auf.

Aus der intensiven Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik ergaben sich u.a. Uraufführungen von Wolfgang Rihm, Ernst Krenek und Michael Gielen. Reinhard Latzko ist künstlerischer Leiter der „con anima“ Musiktage Ernstbrunn. Seit einigen Jahren ist Reinhard Latzko außerdem sehr erfolgreich in einer neuen Form der Orchesterleitung tätig, u.a. beim Ensemble Resonanz, Hamburg und beim Het Balletorkest, Amsterdam.

Alexej Fadejew

Der 2006 in Bielefeld geborene Bratschist Alexej Fadejew zählt trotz seiner Jugend zu den außergewöhnlichen Talenten seiner Generation. Seine natürliche Bühnenpräsenz, geprägt von Konzentration und Ernsthaftigkeit, sowie sein ausdrucksstarker, nuancenreicher Klang zeichnen ihn als reifen Musiker aus. Mit tiefem musikalischen Verständnis und exzellenter Technik verleiht er seinen Interpretationen besondere Ausdruckskraft und künstlerische Tiefe.

Seine musikalische Ausbildung begann 2011 auf der Violine bei Prof. Ina Kertscher. 2018 entdeckte er zusätzlich die Bratsche für sich. Von 2016 bis 2019 nahm er an den Kursen des Vor-IFF an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) teil. Anschließend studierte er dort von 2019 bis 2022 am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) und legte im Juni 2022 erfolgreich die Aufnahmeprüfung für das Jungstudium an der HMTMH ab, das er seither fortsetzt.

Im Laufe der Jahre wurde er bei zahlreichen Wettbewerben ausgezeichnet. 2019 erhielt er einen 1. Preis sowie einen Sonderpreis in der Kategorie „Viola solo“ beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. 2022 wurde ihm der Kammermusik-Förderpreis im Wettbewerb „Note um Note“ der Stiftung Sparda-Bank Hannover verliehen. 2023 folgten zwei Auszeichnungen bei der „WESPE“ für die „Beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks“ (Sparkasse Zwickau) sowie für die „Beste Interpretation eines Werks der Verfemten Musik“ (Stadtwerke Schwerin). 2024 erspielte er sich zudem den GWK-Förderpreis für Musik.

Mit seinem Studium und den gesammelten Erfahrungen entwickelt sich Alexej Fadejew kontinuierlich weiter und etabliert sich als vielversprechender Bratschist mit einer außergewöhnlichen musikalischen Reife.

Die Künstler des Romberg Festivals 2024

Pablo Barragán

Pablo Barragán gilt als einer der führenden Soloklarinettisten der Welt. Der in Andalusien geborene Barragán wurde am Konservatorium von Sevilla und an der Fundación Barenboim-Said in Sevilla ausgebildet, bevor er 2007 in das West-Eastern Divan Orchestra von Maestro Daniel Barenboim aufgenommen wurde. Er wurde mit vielen renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter Juventudes Musicales de España, der Europäische Musikwettbewerb für Jugendliche, der ARD-Musikwettbewerb und der Prix Crédit Suisse Jeunes Solistes, der ihm zu seinem Solodebüt beim Lucerne Festival verhalf.

Im Jahr 2022 veröffentlichte er sein von der Kritik hochgelobtes Album Boundlessund gab im darauffolgenden Jahr sein Debüt in der Londoner Wigmore Hall mit dem Schumann Quartett. Als Solist ist er mit vielen bekannten Orchestern aufgetreten, darunter die Hamburger Symphoniker, das Liszt-Kammerorchester und das Orquesta Sinfónica de Radio Televisión Española, und als Kammermusiker trat er unter anderem bei Krzyżowa Music, dem Marvão Festival und Murten Classics auf.

Seit 2020 ist Pablo Professor an der Barenboim-Said Akademie in Sevilla.

Anna Kamarowa

Anna Komarova

Anna Komarova, eine herausragende Musikerin, die seit ihrer Kindheit in Abakan eine bemerkenswerte Karriere verfolgt. Schon im Alter von vier Jahren begann sie mit dem Studium von Flöte und Klavier und setzte ihre Ausbildung an renommierten Musikschulen in St. Petersburg und Moskau fort.

Anna hat zahlreiche Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Musikwettbewerben erhalten, darunter den begehrten Grand Prix in Wien, Kiew und anderen Städten. Sie hat als Solistin in berühmten Konzerthallen weltweit aufgetreten und mit führenden Ensembles zusammengearbeitet.

Ihr außergewöhnliches Talent wurde durch Stipendien angesehener Stiftungen gewürdigt, und sie hat sich als führende Flötistin in renommierten Orchestern wie dem Mariinsky Theatre Youth Orchestra und dem Russian National Youth Symphony Orchestra einen Namen gemacht. Seit 2022 ist Anna als Solistin im MusicAeterna-Orchester unter der Leitung von Maestro Teodor Currentzis tätig. Ihre musikalische Hingabe und ihr Streben nach künstlerischer Perfektion machen sie zu einer inspirierenden Figur für Musikliebhaber auf der ganzen Welt. Im Jahr 2023 gewann Anna auch den Internationalen Fürstenau Flötenwettbewerb in Münster.

Sindy Mohamed

Die französisch-ägyptische Bratschistin Sindy Mohamed gehört zu den vielversprechendsten jungen Musiker*innen ihrer Generation. Prägend für ihre künstlerische Laufbahn war ihr Studium an der Kronberg Academy bei Tabea Zimmermann. Als Preisträgerin des Internationalen Anton-Rubinstein-Wettbewerbs 2017 und Stipendiatin der Ottilie-Selbach-Redslob-Stiftung trat sie als Solistin in England mit der Royal Northern Sinfonia unter Lars Vogt im Rahmen des New Year New Artists Festival auf. Rolando Villazón lud sie zu einem Auftritt in der ARTE-Sendung „Stars von morgen“ ein.

Sindy Mohamed ist regelmäßig zu Gast bei großen Festivals wie dem Moritzburg Festival, der Schubertiade Hohenems, dem Kronberg Festival, dem Festival d’Aix-en-Provence und den Folles Journées de Nantes, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Musikfestival Heidelberger Frühling.Solistisch konzertiert sie in dieser Saison u.a. mit dem Cairo Symphony Orchestra, der Neubrandenburger Philharmonie und der Deutschen Kammerphilharmonie Neuss.

Sindy Mohamed spielt auf einer Viola von Mateo Gofriller (um 1700), einer großzügigen Leihgabe der Miller-Porter Collection und der Beare’s International Violin Society.

Ruben Zahra

Ruben Zahra ist ein Komponist, der sich der zeitgenössischen Musik und der interdisziplinären Ausdrucksform verschrieben hat. Seine Musik trägt Fragmente aus verschiedenen musikalischen Kulturen. Einflüsse aus Rock, Folk und Jazz werden innerhalb des Gefüges seiner zeitgenössischen Werke transformiert. Musik und Projekte von Ruben Zahra wurden auf großen Festivals, in Opernhäusern und Theatern in ganz Europa sowie in Israel, Ägypten, Tunesien, den USA, Indien, Südafrika, Australien und Hongkong präsentiert.

Im Jahr 1994 schloss Ruben Zahra sein Studium an der Universität Malta in Musik- und Theaterwissenschaften ab und erhielt ein Stipendium des Italienischen Kulturinstituts, um seine Studien in Komposition bei Azio Corghi an der Nationalen Musikakademie Santa Cecilia in Rom fortzusetzen. Während seines Aufenthalts in Italien studierte er elektronische Musik bei Giorgio Nottoli und Filmmusik bei Ennio Morricone. Im Jahr 2000 zog er in die USA, um einen Master-Abschluss in Komposition am Mills College in Oakland, Kalifornien, zu machen. 2002 zog er nach Los Angeles und arbeitete zwei Jahre lang in der Hollywood-Filmindustrie als Filmmusikkomponist. Seit 2004 ist er in Malta ansässig und arbeitet international als freiberuflicher Komponist.

Ruben Zahra ist ein kultureller Unternehmer und Förderer zeitgenössischer Musik. Er ist Direktor der Kulturorganisation „Soundscapes“, Präsident der „Malta Association for Contemporary Music“ und Herausgeber von „ENCORE“ – Maltas Kunst- und Kulturmagazin. Außerdem ist er künstlerischer Leiter des Malta International Arts Festival.